Archives for Mai 2016

Musikalische Erinnerungen

Erinnerungen Peter Kubik

Memories….., you are always on my mind….

In Erinnerungen schwelgen war heute mein seltenes und kostbares Tagesprogramm.

Als ich meine Musik-CDs erblickte, die ich trotz Digitalisierung noch immer besitze und die seit Jahren im Regal vor sich hin stauben – und weil das Frühstück duftend auf dem Tisch stand und etwas fehlte – hatte ich den Impuls, klassische Musik aufzulegen. Und zwar laut und über Boxen, so dass die Töne den ganzen Raum füllen. Aber nicht irgendeine Musik, sondern gelebte Erinnerungen. Süße Reminiszenzen an eine Zeit, als ich unglaublich viel tanzte und die Ballett-Tänzer des „New York City Ballets“ oder den Nachwuchs von der „School of American Ballet“ anhimmelte, denen ich jeden Morgen im Deli oder im Fahrstuhl begegnete. Die Tänzerinnen und Tänzer wirkten so zart und schüchtern und elfenhaft schön, dass es mir unerreichbar schien, jemals auch nur annähernd grazil durchs Leben zu schreiten. Es war die Zeit, als ich in New York meinen Traum lebte und am Lincoln Center for the Performing Arts in einem dieser typisch amerikanischen Cubicles meinen Schreibtisch hatte.

Mein Arbeitsplatz selbst war nicht glamourös, aber die Aussicht aus dem 72. Stockwerk: unbezahlbar! Und diese ultrabegabten Julliard School Eleven und die Künstler, sie alle waren großartig! Silvie Guilhem zum Beispiel oder Wynton Marsalis, Lauren Bacall, Isabella Rossellini, Harold Pinter, Keith Jarrett, ahhhh… was für eine tolle Zeit! Dank meines Jobs konnte ich mich mit zarten 25 Lenzen jeden Abend in einem 90 Dollar-Sitz dem puren Kulturgenuss hingeben, was für eine Fortüne!

Jedenfalls kramte ich ad hoc in meinem CD Regal ganz hinten, ja genau, dort wo der Staub ein bisschen länger liegt!  Zum Vorschein kam „Le modern dance“ von Peter Kubik, ein begnadeter Komponist und Ballettrepetitor, der heute in Belgien lebt. Wenn er wüsste, wie oft ich seinen Klängen in Stille und auch in der Bewegung nachspürte. Die CD ist vergriffen, aber hört mal hier…Exorciste…

Memories

Pic by @iammrcup/unsplash

Oder der Niederländer Nicolas Lens mit „Flamma Flamma, the fire requiem„, ein gewaltiges opernartiges Epos, dass ich einmal in einer Kirche von einem Ballettensemble vertanzt sah. Unbeschreiblich intensiv! Noch immer prägt mich dieses exzentrische Werk und nicht immer besitze ich die Nervenstärke, es aufzulegen, aber heute war so ein Tag.

Später dann Philip Glass mit Solo Piano (hier gespielt von Branca Parlic)… wundervoll. Und dann kam diese „One minute vacations“ CD hervor, die ich damals selbst gebrannt und in eine wunderhübsche schwarze Verpackung mit grellbunten Fischen darauf gehüllt hatte. One minute vacations, gibt’s das eigentlich noch? Oh ja hier, dating back to 2008! One minute vacations, das war damals, im Napster-Zeitalter, ein sehr schönes und innovatives Kreativ-Projekt vom „Stillen Amerikaner“: Mit Musik und Geräuschen eine Minute weg sein, abtauchen, in eine andere Welt hinein horchen. Die Idee dahinter war, wenn man so will, der Vorläufer von heutigen Meditations- und Entspannungsangeboten wie zum Beispiel dem zurzeit sehr beliebten „Focus at will„. Wobei es dort gerade um das „Weghören“ geht, das heisst, die Musik soll idealerweise kaum noch wahrzunehmen sein und vor allem das Unterbewusstsein ansprechen. Sehr entspannend bei der Arbeit.

Okay, genug geschwafelt und geschwelgt. Ich schließe mit dem Balanescu Quartet und einer Notiz an mich selbst:

Öfter machen. Forttragen lassen. Wieder tanzen.

Gläser im „Frosted“ Look

Glas mit Frosting Farbe

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Das letzte Glas vor dem erneuten Kälteeinbruch (aka Eisheilige).

Der Hamburger Sommer soll sich laut Wetterbericht über Pfingsten davonschleichen. Nöööö, ne? Klar, logisch, jetzt, wo der Balkon fertig bepflanzt ist und auch sonst alle Zeichen auf Urlaub und Auszeit stehen, müssen die grünen Mitbewohner wieder rein. Egal! Holen wir ein letztes Mal die Decken raus und trinken wir ein Glas von meinem Lieblingscocktail ALBEMARLE COLLINS, ein sehr leckeres Himbeergesöff.

Hier das Rezept für den Albemarle Collins nach der Hamburger „Bar Le Lion„:

  • 60 ml Starker Gin (47% Vol., z.B. Tanqueray)
  • 30 ml Frischgepresster Zitronensaft
  • 20 ml Flüssiger Rohrzucker
  • 20 ml Frisches Himbeerpüree

Das Ganze mixen und zum Schluss mit 60 ml kaltem Mineralwasser und Eiswürfeln auffüllen und mit Zitronenschale servieren. Hmmmm, ich liebe Cocktails, die fast wie Saft schmecken und trotzdem gute Laune machen ;-).

Und die Gläser? Ach so, ja, die Gläser. Die habe ich mit Frostingfarbe betupft:

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Ein Glas mit Frosting Farben verschönern

Für diese DIY-Idee brauchst Du: 

  • Hübsche Gläser
  • Frostingfarbe in verschiedenen Tönen (bei diesem Etsy Shop bestellt, ca. eine Woche Lieferzeit)
  • Schwammtupfer oder Pinsel (ich habe einen Badeschwamm zerschnitten)
  • Masking Tape
  • Altes Zeitungspapier
  • Backofen

So geht’s:
1. Die Gläser fettfrei reinigen und abtrocknen.
2. Mit Maskingtape, die Stellen abkleben, die nicht bemalt werden sollen. Bei der gezeigten Schräglage ist es etwas Fummelarbeit, aber es empfiehlt sich, einen langen Streifen abzuschneiden und von beiden Seiten zugleich um das Glas zu legen. Du kannst das Maskingtape auch in kleinere Stücke reißen und Stellen ausbessern.
3. Die Farbe gut schütteln und mit einem Schwamm auf das Glas auftupfen (wenn Du in mehreren Schichten aufträgst und zwischendrin trocknen lässt, entsteht eine Art Aquarell-Effekt)
4. Trocknen lassen, Maskingtape abziehen und die Gläser bei 160 Grad für 50 Minuten in den Backofen stellen. Abkühlen lassen, fertig!
5. Die Gläser sollten am besten von Hand gespült werden, aber die Farbe ist nicht giftig und lebensmittelecht.

Auf den Hamburger Sommer! ♥ (den man daran erkennen kann, dass der Regen wärmer wird!)

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Gesunder Snack: Fruchtleder

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Ja, es klingt nicht lecker. Aber Fruchtleder ist mjamm!

Vor etlichen Jahren, es muss so um 1996 herum gewesen sein, hatte ich mich auf einer USA-Reise in eine Süßigkeit verliebt: Fruit-Roll-ups! Diese süßen Gummibärchen-ähnlichen klebrigen Rollschnecken aus purem Fruchtpüree gab es in allen Farben und mannomann waren die lecker! Mittlerweile kennt man Fruchtleder, so heisst das Ganze übersetzt, als gesunden und veganen Snack auch bei uns. Schon immer wollte ich ausprobieren, ob ich das auch hinkriege und ob die selbstgemachte Variante schmeckt. Nach einigen Tests in der Versuchsküche war ich mit der Erdbeer-Variante sehr zufrieden. Mango und Passionsfrucht waren leider nicht so mein Fall.

Das Schöne daran: Die Zutaten sind minimal, Du weißt genau was drin ist und Kinder lieben Fruchtleder! Ich habe meinem Sohn das Ganze als besondere Süßigkeit verkauft, die es nur ab und zu als Naschwerk gibt und er fährt total darauf ab! Auch in der Kinderbrotdose der Hit!

erdbeeren-fruchtleder-prepare

fruchtleder-prepare

Und so geht’s (aka so hat’s bei mir am besten funktioniert):

Zutaten für Erdbeerfruchtleder mit Chia-Samen:
– 1 Pfund frische Erdbeeren
– 1 ordentlicher Schwung Agavendicksaft (Geständnis: ohne Extra-Süße schmeckt es leider nur halb so gut)
– Chia Samen nach Geschmack
– 1 Backblech, Klarsichtfolie und Herd/Backofen

Zubereitung:
Die Erdbeeren waschen, Stiele entfernen und pürieren. Mit Agavendicksaft oder anderem Süßungsmittel nach Geschmack süßen. Ein Backblech mit Klarsichtfolie auslegen und das Püree dickflüssig darauf verteilen. (Backpapier funktioniert weniger gut, weil sich das Püree darauf nicht gut verteilt und unschöne Knautsch-Abdrücke hinterlässt) . Das Blech hin und her bewegen, bis das komplette Püree gleichmäßig dick darauf verteilt ist. (Ein Spatel ist nicht nötig). Wichtig: Die Püreeschicht sollte ausreichend und gleichmäßig dick sein, sonst reißt das Fruchtleder eventuell oder die Trocknungszeit varriiert. Zum Schluss den Chia-Samen aufstreuen.

Das Ganze dann bei Umluft etwa 5-6 Stunden im Ofen „trocknen“ bis die Oberfläche des Pürees sich ledrig anfühlt. Wer eins hat, kann natürlich ein Dörrgerät verwenden, aber im Backofen funktioniert es auch sehr gut. Am besten gleich mehrere Bleche auf einmal vorbereiten, denn die Trocknungszeit ist lang. Mit den Püreevarianten kannst Du spielen, nicht alle Obstsorten trocknen gleich gut. Aber farblich gemixt (rote Beeren und gelbe Früchte z.B.) sieht es sehr hübsch aus.
Zum Schluss abkühlen lassen, in Streifen schneiden, hübsch verpacken und in einer Dose aufbewahren.

Guten Appetit!

Geschenkpapier bedrucken

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Easy Bastelspaß auch für kleine Hände: Selbstbedrucktes Geschenkpapier.

Häufig, wenn Carl (3) langweilig ist und Mama, also ich, diejenige ist, die die Langeweile vertreiben soll, versuchen wir eine Bastelidee zu finden, die ihm und mir gleichermaßen Spaß macht und „nützliche“ Ergebnisse produziert. Neulich bedruckten wir Geschenkpapier, denn bei den vielen Kindergeburtstagen im Jahr ist es immer gut, einen kleinen Vorrat im Haus zu haben. Stempeln funktioniert natürlich genauso gut.

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Alles was Du dafür brauchst, ist:

  • 1 Rolle oder mehrere Bögen Papier (hier uni weiß)
  • Acrylfarbe auf Wasserbasis, da einfach abwaschbar (hier Neon-Pink von Rico)
  • 1 Stempel (hier ein Moosgummi-Stempel aus einer neuen Serie von Rico)
  • 1 Pinsel zum Auftragen der Farbe

Das Papier gut fixieren, am besten auf dem Boden mit Masking-Tape. Mit dem Pinsel die Farbe auf den Stempel auftragen und dann können die kleinen Kinderhände auch schon loslegen. Mama trägt Farbe auf, Junior stempelt. Keine Sorge, wenn es nicht perfekt aussieht, selbstgemacht ist besonders schön! Zum Schluss gut trocknen lassen und voilà, die nächste Kinderparty ist geritzt. Wir machen die Bögen immer mit verschiedenen Farben und Motiven auf Vorrat.

Die Anleitung und Vordrucke für den Konfettistern aus Pergamentpapier (mit pinkem Neongarn genäht) findet ihr auf Kinnertied. Dort ist es ein Krokodil, aber man kann auch easy andere Motive machen. Auch hier – alles auf Vorrat produziert! Für die Namensbeschriftung habe ich meinen geliebten Motex-Labelmaker verwendet.

Viel Spaß beim Basteln!

 

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