Sonder-Newsletter Covid-19

Liebe Brautpaare,
es liegt mir fern, euch noch mehr zu verunsichern, als ihr es ohnehin schon seid, weshalb ich nicht auch noch Aussagen wiederholen wollte, die ihr in dieser oder ähnlicher Form schon x-fach gelesen habt, aber da vermehrt Nachfragen kommen, möchte ich die Gelegenheit nutzen, mich zur aktuellen Situation und Covid-19 zu Wort zu äußern.

Erst einmal hoffe ich, dass es euch gut geht und ihr so weit wie möglich geschützt und in Sicherheit seid. Eure Gesundheit und die eurer Familien sind das Allerwichtigste!

Was vor wenigen Tagen noch eine kuriose Situation wie aus einem Sci-Fi-Roman war, ist mittlerweile bitterer Ernst und auch ich bin voller Sorge bezüglich der aktuellen Entwicklungen und leider auch direkt davon betroffen, weil alle Eventeinsätze (noch nicht Hochzeiten) für die ich in nächster Zeit tätig werden sollte, gecancelt sind.

Ihr, die ihr mitten in den Hochzeitsplanungen steckt, sorgt euch zu Recht darum, ob eure Feier stattfinden kann und wird. Und glaubt mir: Ich fühle so mit euch – was für eine belastende Situation! Bis gestern hatte ich noch die Hoffnung, dass zumindest in kleinem privaten Rahmen geheiratet und gefeiert werden kann, wenngleich es nicht dasselbe ist. Aber die aktuellen Entwicklungen deuten leider darauf hin, dass wir es in Kürze zusätzlich mit einer Ausgangssperre zu tun haben werden, von der niemand sagen kann, wie lange sie Bestand hat. Heute eine Aussage darüber treffen zu wollen, was in zwei Monaten ist, würde bedeuten, in die Glaskugel zu schauen. Für euch, liebe Paare und für die gesamte Hochzeits- und Eventbranche ist das wirklich bitter.

Ich habe lange darüber nachgedacht, welche Argumente ich euch an die Hand geben kann. Ich möchte vor allem ehrlich meine Gedanken mit euch teilen und auch nicht versuchen, Dinge zu beschönigen, nur weil das vielleicht von mir erwartet wird.

Folgende Gedanken habe ich auf der PRO-Seite:

Die Eigentümer beabsichtigen in keinster Weise, irgendwelche Verträge zu stornieren. Das ist gut, aber auch schlecht, siehe unten.

Da Hochzeiten private Feiern sind, liegt es in eurer privaten Verantwortung und in der eurer Gäste, ob und wie ihr diese durchführen wollt oder nicht. Wenn sich nicht mehr als ca. 60 Personen bei einer Feier in Kurzenmoor aufhalten, sollte es möglich sein, mit den entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen (z.B. Absolute Hygiene, „Hug-Policy“, Ausschluss kranker Gäste, evtl. kleinerer Rahmen, falls Gäste aus dem Ausland erwartet werden und nicht reisen dürfen) eine Feier durchzuführen, selbst wenn die „Außenlage“ sich nicht weiter verbessert hat. Zumal es so ist, dass das Haus Kurzenmoor als Privathaus nicht behördlich „von außen dicht“ gemacht werden kann.

Die Dienstleister stehen momentan in der Regel mehr als bereit, so lange sie noch offiziell arbeiten können (keiner weiß, wie lange Cateringunternehmen noch dürfen, ein Privatkoch könnte hier eine Lösung sein), denn kein Dienstleister hat Interesse daran, seinen Auftrag zu verlieren. Eine Lösung könnte sein, zunächst weiter zu planen wie gehabt, aber Verträge/Einsätze zunächst auf rein mündlicher/E-Mail Vertrauensbasis zu fixieren, damit keine Seite ein Risiko eingeht. So halte ich es momentan mit neuen Interessenten. Zwar fließt dann vorerst auch kein Geld , aber das ist vielen lieber, als den Auftrag zu verlieren, zumal ja nicht klar ist, ob dieser durchgeführt werden kann. Sollte die Hochzeit absolut nicht stattfinden können, geht ihr kein finanzielles Risiko ein.

Noch arbeiten die Standesämter regulär und führen Trauungen durch. Teilweise sind nur noch wenige Personen zur Trauung zugelassen, teilweise wird „nur der Papierkram“ erledigt und auch von virtuellen Trauzeremonien ist schon die Rede.

Die nicht so guten Infos der CONTRA-Seite:

Falls es zu einer totalen Ausgangssperre kommt, sind uns allen die Hände gebunden. Weder Dienstleister noch Gäste können und werden dann anreisen.

Leider zeigt sich das Eigentümerpaar nicht bereit, unmittelbar betroffene Buchungen zu „verschieben“ (Idee: Buchung bleibt bestehen, wird aber zu einem späteren Zeitpunkt wirksam, z.B. 2021) Dies haben sie gestern in einer E-Mail klar gestellt, in der ein Paar bereits nach einer Verschiebung der Hochzeit gefragt hat. Ich war von dieser Nachricht sehr schockiert, da ich selbstverständlich davon ausgegangen bin, dass die Eigentümer einer Verschiebung zustimmen, zumal 2021 noch reichlich Kapazitäten aufweist. Die Konsequenz daraus: Da nur dann das bereits bezahlte Geld zurückfließt, wenn die Eigentümerseite („Vermieter“) kündigt, bleibt ihr im Fall einer Hochzeitsabsage auf der Anzahlung/Stornorate sitzen.

Über diese Policy bin ich unglaublich wütend, wenngleich sie aus der Perspektive der Eigentümer nachvollziehbar ist. Ich will und werde mich dafür einsetzen, dass unmittelbar betroffene Buchungen kostenneutral verschoben werden können. Ich für meinen Teil würde das gerne so mit euch halten. Und natürlich hoffe ich, dass es gar nicht erst so weit kommt, dass wir verschieben müssen. Im allerbesten Fall klingt die schlimmste Krise durch sehr strenge Maßnahmen JETZT in 1-2 Monaten ab, so dass alle geplanten Hochzeiten in leicht modifizierter Form stattfinden können. Allerdings sind dies zum jetzigen Zeitpunkt nur hoffnungsvolle Gedanken und es ist mir nicht möglich, eine zufriedenstellende Lösung zu präsentieren.

Gerne möchte ich euch aber anbieten, mit jedem von euch eure individuelle Situation und die Optionen zu besprechen.
Meldet euch: Per Telefon, Email, WhatsApp – ich bin für euch da.

Eure Peggy


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