Dubrovnik Tipps

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Dubrovnik stand schon lange auf meiner Reiseliste und im Juli/August war es endlich soweit. Hier ist mein Reisebericht zu diesem schönen Fleckchen Erde.

UNESCO Weltkulturerbe, Perle der Adria, Paradies für Jachtbesitzer und Segler, sowie Kultpilgerstätte aller „Game of Throne“ Fans: Dubrovnik hat Schlag bei den Touristen und ist mittlerweile eine äußerst beliebte Urlaubsdestination.

Los ging es mit dem Flieger von Berlin Schönefeld in zwei Stunden direkt nach Dubrovnik Airport. Meine Freundin Claudia und ich hatten recht kurzfristig beschlossen, nach Kroatien zu fliegen und so war es für uns nicht leicht gewesen, eine gute und erschwingliche Unterkunft zu finden, was natürlich, ich will ganz ehrlich sein,  auch damit zu tun hat, dass ich Bettenhochburgen meide und gewisse Idealvorstellungen hege, was die Optik und Ausstattung eines Urlaubsdomizils angeht. Was wir nicht wussten: Die meisten Vermieter bieten in der Hochsaison Wochenslots an – wir aber hatten nur 4 Tage eingeplant. Also mussten wir Kompromisse machen, was hieß: Kein Pool für Peggy. 🙂 Ohne Zweifel wäre eine gelegentliche Abkühlungsmöglichkeit der Hit gewesen, denn im Juli und August ist es an der Adriaküste, nun ja, seeehr heiß!

Stattdessen ging es mit dem Taxi (260 HRK, etwa 35 EUR) vom Flughafen zu einem der Natursteinhäuser, wie sie für Kroatiens Küste typisch sind, hoch über dem Hafen Gruž an der Gebirgsstraße Jadransca Cesta gelegen. Unser Apartment lag im Stadtteil Nuncijata, einer vom Bauboom erfassten Gegend, in der viele Einheimische wohnen und an Besucher untervermieten. Steile Stufen führten hinauf und brachten uns täglich ordentlich in Schwitzen. Das Beste an unserer Unterkunft war der Balkon mit einer phänomenalen Aussicht über den alten Hafen und die Bucht vor der Altstadt (siehe Bild oben). Auch die nahe gelegene Bushaltestelle „Nuncijata“ der Linie 3, die über den alten Hafen Gruž bis in die Dubrovniker Altstadt, zum Hauptfestungstor Pile, fährt, war ein Segen, da tägliche Taxifahrten ein ziemliches Loch in unser Budget geschlagen hätten.

Eine Busfahrt die ist lustig

Der Verkehr und das Bus-System sind gewöhnungsbedürftig, aber hat man einmal verstanden, wie es funktioniert, kommt man sehr gut von A nach B. Die Buslinie 3 zum Beispiel fährt von Nuncijata über den Hafen direkt nach Pile, aber von Pile aus erst wieder eine Schleife über den Hafen, bevor es in entgegengesetzer Richtung hoch in die Berge geht, so dass die Rückfahrt stets doppelt so lange dauerte wie die Hinfahrt. Gezahlt wird im Bus für die jeweilige Einzelstrecke oder man kauft ein Tagesticket für 30 HRK (ca. 4 EUR), welches allerdings nicht im Bus, sondern an den Bus-Schaltern in der Innenstadt oder in den Häfen erhältlich ist. Idealerweise kauft man also am Abend zuvor in der Stadt das Tagesticket für den nächsten Tag. Dabei kann man sich problemlos auf Englisch verständigen. Dubrovnik ist nicht allzu groß, so dass man bestimmten Mitreisenden und auch den Busfahrern immer wieder begegnet. „Unser“ Fahrer gab auf den Pass-Straßen beängstigend Vollgas und hatte zwischendrin die Ruhe weg, als er seine Fahrgäste bei laufendem Motor warten ließ, um erstmal eine Cola im örtlichen Supermarkt zu kaufen, als ihn der Durst überkam. 🙂 Nachdem wir ebenfalls eingekauft und den Kühlschrank gefüllt hatten, gab es am Abend zum ersten Mal Gelegenheit, die Dubrovniker Altstadt zu besichtigen.

Die Altstadt und der Hafen von Dubrovnik

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Wow! Was für ein Auftritt! Die wuchtigen Stadtmauern und der weiß schimmernde Asphalt, der den Boden der Innenstadt komplett bedeckt, die laue Luft, die mediterranen Düfte, Musiker und Gaukler, das Stimmengewirr und die Menschen waren wirklich beeindruckend: Ganze Scharen von schick gekleideten Touristen flanierten durch die antike Innenstadt. Alles wirkt wie eine gigantische Theaterkulisse, ist aber völlig echt – kein Wunder dass die Macher von „Game of Thrones“ hier ihr filmisches Paradies gefunden haben.

Die Altstadt ist malerisch: Rechts und links der Hauptflaniermeile Stradun führen pittoreske Treppen steil bergauf und in den engen Gässchen tobt das Nachtleben. Ein fröhlich buntes Schauspiel, reizvoll in der Tat, wenn es nicht so unglaublich voll gewesen wäre. Der verführerische Duft von feinen Speisen waberte durch die Luft und überall saßen Pärchen an winzigen Tischen und dinierten der Nacht entgegen. Die Kellner, von höflich bis verwegen frech, lockten und riefen – wer schon mal in Venedig war, kann sich das vorstellen. Es lohnt sich nicht, nach einem besonderen und ursprünglichen Lokal Ausschau zu halten, zu klein ist die Stadt und zu touristisch die Szenerie. Man isst überall in etwa gleich gut, wenn auch wenig preiswert. Dubrovnik ist um einiges teurer als Hamburg, was mich überrascht hat, dann aber wiederum auch nicht. Bei dieser Menge an Menschen, die essen, trinken und etwas erleben wollen, wäre jeder Gastronom verrückt, der dies nicht zu nutzen wüsste.

Pile und der Busbahnhof direkt vor den Toren der Stadt, ist so etwas wie der Hauptumschlagplatz, von wo aus die Besucher sich verteilen. Dort kann man Bustickets kaufen, Infos einholen, aber auch Kanutouren und „Game of Thrones“ Führungen buchen. Durchquert man die Innenstadt auf direktem Wege, was keine 10 Minuten in Anspruch nimmt, gelangt man in den Hafen von Dubrovnik. Von diesem Altstadthafen aus starten Fähren zu den umliegenden Inseln, z.B. nach Lokrum. An ausgewählten Sonntagen im Jahr wird das Hafenbecken für Handballspiele genutzt, was vor der altertümlichen Kulisse wirklich bizarr anmutet. Abends sitzen die Einheimischen auf der Hafenmauer und sehen dem bunten Treiben zu oder nehmen einen Drink in einer der Buza Bars, die direkt in die alte, 2km lange, Stadtmauer eingelassen sind und aufs offene Meer hinaus ragen.

Insel Lokrum

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Nachdem wir am nächsten Tag beschlossen hatten, den Urlaub mit einem Sprung ins adriatische Meer zu beginnen, nahmen wir die Fähre vom Altstadthafen zur Insel Lokrum (Hin und zurück 100 HRK, ca. 13 EUR). Den Tag dort zu verbringen, erwies sich als goldrichtig. Badefelsen rund um die Insel, duftende Pinienwälder, entspannte Bars, Liegewiesen, Sport- und Spiel-Möglichkeiten sowie ein Klostermuseum samt botanischem Garten waren schlichtweg perfekt, um den heißen Tag ruhig und entspannt zu verbringen! Die Insel ist groß genug, um alle Besucher zu beherbergen, ohne dass man sich auf die Füße tritt – genau das was wir suchten. Wer zur rechten Zeit kommt (früh gegen 9 oder gegen 1 Uhr mittags) findet ein perfektes Plätzchen auf den Badefelsen. Die Felsen sind gerade groß genug, um ein Handtuch darauf zu legen und um seine Siebensachen braucht man sich nicht übermäßig zu sorgen. Wertsachen sollten natürlich zuhause bleiben, aber ich hatte meine Kamera im Gepäck und zu keiner Zeit Sorgen darüber.

Das Wasser: glasklar und blau-grün. Als großer Schnorchelfan konnte ich etliche Fische beobachten, die sehr unterhaltsam waren. Wer empfindliche Füße hat, bringt besser Badeschlappen mit, die spitzen Steine sind eine lustige Herausforderung und nicht überall finden sich Badeleitern, die direkt ins Wasser führen. Freilaufende Tiere, wie z.B. Pfaue und kleine Kaninchen bildeten das perfekte Fotomotiv. Auch mit den netten Einheimischen kommt man schnell ins Gespräch. Nachdem wir gestehen mussten, dass wir nicht mit diesem Besucher-Ansturm gerechnet hatten, gab man uns den Tipp, im Mai oder Oktober wiederzukommen. Dann hat man Dubrovnik und die Inseln fast für sich allein und es ist warm genug zum Baden. Da Faulenzen bekanntlich müde macht, war das spätabendliche Dinner im Freien mein Betthupferl und immer ein Highlight, denn in Hamburg isst man aus bekannten Gründen selten draußen. 🙂

Am nächsten Tag sahen wir die Altstadt und ihre Sehenswürdigkeiten bei Tageslicht, die jüdische Synagoge und das Franziskanerkloster sind sehr beeindruckend. Jedoch die Hitze setzte uns mächtig zu, so dass wir gen Nachmittag beschlossen, erneut nach Lokrum zu fahren, um Abkühlung zu suchen.

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Das Hafenstädtchen Cavtat

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Am dritten Tag nahmen wir den Bus nach Cavtat, eine atemberaubende 45-minütige Fahrt entlang der wunderschönen Küstenlinie. Dort schlenderten wir an der bezaubernden Hafenpromenade herum, träumten uns auf die dort anlegenden Luxusjachten, aßen und tranken etwas und mieteten schließlich an einer Pinienwald-Lichtung eine Bade-Liege, wo wir den Nachmittag mit einem guten Buch verdösten. Abends wollten wir das Dubrovniker Nachtleben erkunden. Die Stadtmauer zu besichtigen nahmen wir uns für den nächsten Tag vor, allein es blieb beim Vorsatz. Wir fanden einfach nie die nötige Energie, um uns der Hitze auszusetzen und am Abend waren wir meist platt. Also nochmal baden, nochmal die Aussicht genießen, nochmal Wein trinken auf dem Balkon. Der kroatische Wein ist süffig und gut, die Mücken mochten ihn scheinbar auch, jedenfalls wurden wir ordentlich gepiesackt.

Die Insel Lopud

Unser letzter Tag führte uns auf eine der elafitischen Inseln, genauer genommen auf die Insel Lopud, die für ihren Sandstrand berühmt ist. Die Überfahrt mit dem alten Postschiff dauert etwa eine Stunde und ist ein wunderbares Erlebnis. Im Rumpf des Schiffes gibt es ein kleines Café in dem die Zeit stehengeblieben zu sein scheint, viele der Einrichtungsgegenständen verströmen eine historische Aura und der Kaffee war der preiswerteste, den wir in ganz Dubrovnik bekommen konnten. Der Hafen, kleine Geschäfte und Restaurants laden zum Bummeln und Verweilen ein. Rechtzeitig, als sich ein Regenschauer ankündigte, kamen wir an einer Gaststube vorbei, die meinen Namen trug. Selbstredend musste wir in der Konoba Peggy einkehren. Wir waren die einzigen Gäste und es schmeckte hervorragend.

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Noch am gleichen Abend ging es zurück nach Deutschland. Als wir in Berlin ankamen regnete es in Strömen und es war kalt, etwa 10 Grad, ich würde sagen „November“!
Aber Claudia und ich versuchten beide den trüben Gedanken keine Chance zu geben. Wir fühlten noch die Sonne auf der Haut und hatten Wärme im Herzen.

Dalmatien ist toll, wir kommen gerne wieder, allerdings in der Nebensaison. 🙂

Dubrovnik Pflanze

10 Tipps für Dubrovnik und Umgebung:

  1. Dubrovnik nach Möglichkeit in der Nebensaison (bis Mai, ab Oktober) bereisen
  2. Badeschuhe einpacken (das Felsgestein ist unerbittlich) und evtl. Schnorchel und Taucherbrille mitnehmen, da es viele schöne Felsriffe gibt
  3. Schicke Kleider für den Altstadtbummel nicht vergessen
  4. Pro Tag etwa 70-100 EUR p.P. für Essen und Sightseeing einplanen
  5. Auf öffentliche Verkehrsmittel setzen
  6. Unbedingt einen Ausflug auf die Insel Lokrum machen
  7. Auf dem lokalen Wochenmarkt am Hafen Gruž einkaufen
  8. Mit dem alten Postschiff nach Lopud fahren
  9. Im Lokal: Lieber den kroatischen Hauswein statt anderen Wein bestellen
  10. Den Sonnenuntergang auf der Mauer im Dubrovniker Altstadt-Hafen genießen

Pinata Bastelanleitung

Pinata Handmade DIY

Pinata: Nichts für Ungeduldige, aber ein großer Partyspaß!
[Sponsored: Mit freundlicher Unterstützung von Folia]

Inmitten all der tropischen Trends (Ananas! Flamingos! Palmen!) die derzeit von Kleidern, Kissen, Accessoires und Partytellern grüßen, kam diese Familienfeier zum sechzigsten Geburtstag gerade recht. Schon seit langem wollte ich mich an einer dieser fantasievollen Pinatas versuchen, weshalb ich sofort beschloss, ein besonderes Geschenk zu überreichen und eine Pinata in Melonenform zu kreiren.

Pinatas sind Papp-Objekte, die mit kleinen Geschenken und Süßigkeiten gefüllt und mit einem „Röckchen“ aus gefalteten Papierstreifen verziert werden. Vor allem in Lateinamerika, z.B. in Mexiko und in den USA sind sie eine beliebte Geburtstagstradition, ähnlich dem deutschen „Topfschlagen“. Das Objekt wird an einer Schnur gehalten oder aufgehängt und das Geburtstagskind muss mit verbundenen Augen und einem Stock so lange darauf schlagen, bis die Geschenke herauspurzeln.

In unserem Fall wurde das Kunstwerk – statt mit dem vorgesehenen „Stöckchen“ – mit einem Knüppel von veritablem Ausmaß „verdroschen“, denn die Pappe, die als Korpus diente, war seeeeehr stabil. Praxistipp: Wir haben die Pinata in einen Baum gehängt und zudem eine Decke ausgelegt, damit die Gartenbesitzer nicht tagelang damit beschäftigt sind, das Konfetti vom Rasen zu pflücken. Pinata ohne Konfetti wiederum geht nicht, da fehlt der Spaß! Und den hatten wir! So eine Pinata-Show ist sehr unterhaltsam und äußerst fototauglich – die Bilder bleiben sicher noch lange in Erinnerung.

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Eine Pinata selbst zu basteln, ist nicht schwer, aber etwas Zeit und Geduld sind nötig. Ich habe etwa 4 Stunden gebraucht. Wenn man einmal weiß, wie’s geht oder die beste Freundin mitmacht, geht es noch schneller.

Teil I – Eine Pinata basteln (Melone):

[Vielen Dank an Folia, die mir das Bastel-Material zur Verfügung gestellt haben. Dort könnt ihr vieles bekommen, ich habe die einzelnen Posten verlinkt!]

Ihr braucht:
– Einen großen Pappkarton/Pappe für die Grundform (je nach gewählter Größe)
– Ein Cutter Messer und eine Schneideunterlage
– Einen Stift und eine Schere
– Klebeband
Papierklebstoff / Stick
– Je 4-6 Bogen Blumenseide in den Farben dunkelgrün, hellgrün und rot
– 1 A4 Blatt schwarzen Tonkarton
– 1 Bändchen zum Aufhängen
– 1 Holzstab (ich habe einen Laternenstab genommen und den Draht entfernt)

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So geht’s:
1. Zwei Lagen Pappe aufeinanderlegen und 1 Dreieck aufmalen, welches oben noch mit einer Rundung (freihändig) versehen wird. Mit dem Cutter zwei identische Teile ausschneiden, sie sollten exakt die gleiche Größe haben. Im gezeigten Beispiel ca. 60 cm hoch und ca. 40 cm breit.
2. Für die Seitenteile 2 Streifen ausschneiden, 9 cm breit und ca. 90 cm lang. Die Breite der Streifen bestimmt, wie hoch die Pinata wird.
3. Zunächst ein Seitenteil an die Längskante eines Dreiecks legen und beide Teile mit einigen Streifen Klebeband verbinden. Das erste Seitenteil sollte so anliegen, dass der Streifen ein bisschen länger ist als die Dreieckspitze und um sie herumgefaltet werden kann. Dann hochklappen, um die Spitze herum falten und dort ebenfalls seitlich fixieren.
4. Als nächstes das zweite Seitenteil anlegen und festkleben, so wie auf den Bildern zu sehen ist. Die beiden Seitenstreifen sollten exakt einmal um das Dreieck herum passen, Überschüsse abschneiden. Nun ist die Grundform der Pinata fertig; nur der zweite Deckel fehlt noch.
5. Jetzt kann die Pinata mit einer Aufhängung versehen werden. Dazu in die obere Seitenwand ein Loch bohren und von innen ein weiteres Stück Karton aufkleben, ebenfalls mit einem Loch, das gibt Stabilität. Das Band mittig falten, mehrfach verknoten und von innen durch die beiden Kartonlöcher fädeln. Der Knoten am anderen Ende sollte so dick sein, dass er nicht durchrutschen kann und sich in den Löchern verankert.
6. Nun die Pinata füllen, am besten mit leichten Teilen und Süßigkeiten sowie Seidenpapier und reichlich Konfetti .
7. Zum Schluss das zweite Dreieck als Deckel mit Klebeband an allen Rändern fixieren und…

…eine kleine Pause einlegen, denn jetzt heißt es kräftig durchatmen für Teil II:

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Teil 2 – Pinata bekleben:

8. Die Pinata auf eine Seite legen zunächst mit einem großen Stück dunkelgrünem Seidenpapier die Fläche um die Aufhängung herum bedecken.
9. Danach das restliche dunkelgrüne Seidenpapier an der längsten Kante (dafür einmal komplett auffalten und neu falten) in einen ca. 5 cm breiten Streifen wie eine Ziehharmonika aufeinander falten.
10. Dann den langen Streifen 2x mittig falten und rechts und links mit dem Cutter die Kanten abschneiden.
11. Die entstandene „Papierwurst“ gut festhalten und mit der Schere in Abständen von ca. einem Zentimeter wie einen Pony einschneiden, aber nicht durchschneiden und dabei die Falt-Kanten aussparen.
12. Dann den Seidenpapierstreifen vorsichtig auseinander falten und die einzelnen Lagen bereit legen.
13. Nun je eine Vorderseite und eine Seitenleiste der Pinata mit einem langen Streifen bekleben. Dafür mit dem Papierklebestick einen klebrigen Streifen auf die Pappe malen und mit einem Seidenpapierstreifen bedecken und gut andrücken. Die beweglichen Teile sollten nach Möglichkeit nicht mit festkleben, auch wenn es hier und da nicht zu vermeiden ist. Die Fransen sollen beim Kleben nach oben (von mir weg) zeigen.
14. Mit dunkelgrün beginnen und nach zwei-drei Lagen mit hellgrün weitermachen.
15. In dieser Schneide- und Klebetechnik die gesamte Pinata fertig stellen.
16. Zum Schluss aus schwarzem Tonkarton „Kerne“ ausschneiden und vorne und hinten aufkleben.

Voilà, und schon ist das Prachtstück fertig!

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Aquarell Geschenkanhänger

Aquarell Geschenkanhänger

Diese Aquarell Geschenkanhänger machen süchtig, ich könnte damit glatt in Serie gehen…

Diese Aquarell Schönheiten herzustellen, kostet keine Stunde Zeit. Sie sind das perfekte Bastelprojekt für einen verregneten Nachmittag mit Kindern. Wer sich nicht zwischen Basteln und Malen entscheiden mag, macht einfach beides und das Ergebnis – wie immer absolut nützlich!

Aquarell Geschenkanhänger

Alles, was ihr für die Aquarell Geschenkanhänger braucht:
– 1-2 Bogen Aquarellpapier (z.B. von Hahnemühle)
– Aquarellmalfarben und Küchenpapier zum Abtupfen von Spritzern
– Ein Pinsel (Ich liebe die Waterbrush Pinsel von Pentel, sie müssen nicht ausgewaschen werden, weil das Wasser in einem kleinen Pinseltank bereits enthalten ist. Das macht weniger Flecken und Chaos und man hantiert nicht mit Wassergläsern herum, sehr praktisch, insbesondere wenn man mit Kindern zusammen malt)
– Einen Stanzer für Etiketten bzw. Geschenkanhänger (wer keinen hat, kann die Etiketten natürlich auch mit der Schere oder einem Cutter selbst zurechtschneiden)
– eine Lochzange (im Bastelladen)
– wer mag, kann noch Ösen einschlagen, das wirkt edel, also brauchst Du noch ein Ösen-Set (z.B. von Rayher)

So geht’s:
Entweder zuerst den Bogen mit Aquarellfarben bemalen und danach die Etiketten ausschneiden oder umgekehrt. Ich habe zunächst die Etiketten ausgestanzt und gelocht. Danach einen Waterbrush mit Wasser füllen, die Etiketten auf einer Papierunterlage auslegen und fröhlich drauf los malen. Ich habe mich für die Nass-auf-Trocken-Technik entschieden, da beim vorherigen Anfeuchten des Papiers (Nass-in-Nass) die Farben zu sehr verblassen. Ich mag es hier gerne kräftig und bunt, also lieber weniger Wasser nehmen und hinterher die typischen Ränder entstehen lassen, indem ihr Wasser nachträufelt.

Wenn die Etiketten getrocknet sind, könnt ihr noch farblich passende Ösen einstanzen. Das geht ebenfalls ruckzuck, nur seid gewarnt! Das Schlagen mit dem Ösenhammer könnte schlafende Nachbarn wecken. Trotz diverser Versuche mit Unterlagen und Polsterungen ist es mir noch nicht gelungen, das Einschlagen der Ösen zu einer „keinen Lärm verursachenden“ Tätigkeit zu machen. Aber mein Kind liebt es, wenn es kracht!
Viel Spaß beim Nachmachen!

Aquarell Geschenkanhänger

Musikalische Erinnerungen

Erinnerungen Peter Kubik

Memories….., you are always on my mind….

In Erinnerungen schwelgen war heute mein seltenes und kostbares Tagesprogramm.

Als ich meine Musik-CDs erblickte, die ich trotz Digitalisierung noch immer besitze und die seit Jahren im Regal vor sich hin stauben – und weil das Frühstück duftend auf dem Tisch stand und etwas fehlte – hatte ich den Impuls, klassische Musik aufzulegen. Und zwar laut und über Boxen, so dass die Töne den ganzen Raum füllen. Aber nicht irgendeine Musik, sondern gelebte Erinnerungen. Süße Reminiszenzen an eine Zeit, als ich unglaublich viel tanzte und die Ballett-Tänzer des „New York City Ballets“ oder den Nachwuchs von der „School of American Ballet“ anhimmelte, denen ich jeden Morgen im Deli oder im Fahrstuhl begegnete. Die Tänzerinnen und Tänzer wirkten so zart und schüchtern und elfenhaft schön, dass es mir unerreichbar schien, jemals auch nur annähernd grazil durchs Leben zu schreiten. Es war die Zeit, als ich in New York meinen Traum lebte und am Lincoln Center for the Performing Arts in einem dieser typisch amerikanischen Cubicles meinen Schreibtisch hatte.

Mein Arbeitsplatz selbst war nicht glamourös, aber die Aussicht aus dem 72. Stockwerk: unbezahlbar! Und diese ultrabegabten Julliard School Eleven und die Künstler, sie alle waren großartig! Silvie Guilhem zum Beispiel oder Wynton Marsalis, Lauren Bacall, Isabella Rossellini, Harold Pinter, Keith Jarrett, ahhhh… was für eine tolle Zeit! Dank meines Jobs konnte ich mich mit zarten 25 Lenzen jeden Abend in einem 90 Dollar-Sitz dem puren Kulturgenuss hingeben, was für eine Fortüne!

Jedenfalls kramte ich ad hoc in meinem CD Regal ganz hinten, ja genau, dort wo der Staub ein bisschen länger liegt!  Zum Vorschein kam „Le modern dance“ von Peter Kubik, ein begnadeter Komponist und Ballettrepetitor, der heute in Belgien lebt. Wenn er wüsste, wie oft ich seinen Klängen in Stille und auch in der Bewegung nachspürte. Die CD ist vergriffen, aber hört mal hier…Exorciste…

Memories

Pic by @iammrcup/unsplash

Oder der Niederländer Nicolas Lens mit „Flamma Flamma, the fire requiem„, ein gewaltiges opernartiges Epos, dass ich einmal in einer Kirche von einem Ballettensemble vertanzt sah. Unbeschreiblich intensiv! Noch immer prägt mich dieses exzentrische Werk und nicht immer besitze ich die Nervenstärke, es aufzulegen, aber heute war so ein Tag.

Später dann Philip Glass mit Solo Piano (hier gespielt von Branca Parlic)… wundervoll. Und dann kam diese „One minute vacations“ CD hervor, die ich damals selbst gebrannt und in eine wunderhübsche schwarze Verpackung mit grellbunten Fischen darauf gehüllt hatte. One minute vacations, gibt’s das eigentlich noch? Oh ja hier, dating back to 2008! One minute vacations, das war damals, im Napster-Zeitalter, ein sehr schönes und innovatives Kreativ-Projekt vom „Stillen Amerikaner“: Mit Musik und Geräuschen eine Minute weg sein, abtauchen, in eine andere Welt hinein horchen. Die Idee dahinter war, wenn man so will, der Vorläufer von heutigen Meditations- und Entspannungsangeboten wie zum Beispiel dem zurzeit sehr beliebten „Focus at will„. Wobei es dort gerade um das „Weghören“ geht, das heisst, die Musik soll idealerweise kaum noch wahrzunehmen sein und vor allem das Unterbewusstsein ansprechen. Sehr entspannend bei der Arbeit.

Okay, genug geschwafelt und geschwelgt. Ich schließe mit dem Balanescu Quartet und einer Notiz an mich selbst:

Öfter machen. Forttragen lassen. Wieder tanzen.

Gläser im „Frosted“ Look

Glas mit Frosting Farbe

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Das letzte Glas vor dem erneuten Kälteeinbruch (aka Eisheilige).

Der Hamburger Sommer soll sich laut Wetterbericht über Pfingsten davonschleichen. Nöööö, ne? Klar, logisch, jetzt, wo der Balkon fertig bepflanzt ist und auch sonst alle Zeichen auf Urlaub und Auszeit stehen, müssen die grünen Mitbewohner wieder rein. Egal! Holen wir ein letztes Mal die Decken raus und trinken wir ein Glas von meinem Lieblingscocktail ALBEMARLE COLLINS, ein sehr leckeres Himbeergesöff.

Hier das Rezept für den Albemarle Collins nach der Hamburger „Bar Le Lion„:

  • 60 ml Starker Gin (47% Vol., z.B. Tanqueray)
  • 30 ml Frischgepresster Zitronensaft
  • 20 ml Flüssiger Rohrzucker
  • 20 ml Frisches Himbeerpüree

Das Ganze mixen und zum Schluss mit 60 ml kaltem Mineralwasser und Eiswürfeln auffüllen und mit Zitronenschale servieren. Hmmmm, ich liebe Cocktails, die fast wie Saft schmecken und trotzdem gute Laune machen ;-).

Und die Gläser? Ach so, ja, die Gläser. Die habe ich mit Frostingfarbe betupft:

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Ein Glas mit Frosting Farben verschönern

Für diese DIY-Idee brauchst Du: 

  • Hübsche Gläser
  • Frostingfarbe in verschiedenen Tönen (bei diesem Etsy Shop bestellt, ca. eine Woche Lieferzeit)
  • Schwammtupfer oder Pinsel (ich habe einen Badeschwamm zerschnitten)
  • Masking Tape
  • Altes Zeitungspapier
  • Backofen

So geht’s:
1. Die Gläser fettfrei reinigen und abtrocknen.
2. Mit Maskingtape, die Stellen abkleben, die nicht bemalt werden sollen. Bei der gezeigten Schräglage ist es etwas Fummelarbeit, aber es empfiehlt sich, einen langen Streifen abzuschneiden und von beiden Seiten zugleich um das Glas zu legen. Du kannst das Maskingtape auch in kleinere Stücke reißen und Stellen ausbessern.
3. Die Farbe gut schütteln und mit einem Schwamm auf das Glas auftupfen (wenn Du in mehreren Schichten aufträgst und zwischendrin trocknen lässt, entsteht eine Art Aquarell-Effekt)
4. Trocknen lassen, Maskingtape abziehen und die Gläser bei 160 Grad für 50 Minuten in den Backofen stellen. Abkühlen lassen, fertig!
5. Die Gläser sollten am besten von Hand gespült werden, aber die Farbe ist nicht giftig und lebensmittelecht.

Auf den Hamburger Sommer! ♥ (den man daran erkennen kann, dass der Regen wärmer wird!)

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